Unter dem Leitgedanken „Wie kann regionale Entwicklung erfolgreich gemeinsam gestaltet werden?“ kamen vergangene Woche Vertreterinnen und Vertreter aus den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland, aus Frankfurt (Oder) sowie weiteren Kommunen, der Wissenschaft und regionalen Institutionen zum ersten Akteurstreffen der Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung in Oderland Spree im Jahr 2026 zusammen. Die Stadtpfarrkirche St. Marien zu Müncheberg bot mit ihrem multifunktionalen Nutzungskonzept den Rahmen für einen intensiven Austausch über aktuelle Herausforderungen und strategische Zukunftsfragen der Regionalentwicklung.
Das Regionalmanagement Oderland‑Spree stellte seine Arbeitsschwerpunkte der laufenden Förderperiode (2024–2027) vor, in deren Mittelpunkt insbesondere die Weiterentwicklung regionaler Industrie- und Gewerbeflächen steht. Es unterstützt die Kommunen sowohl in strategischen Planungsprozessen als auch bei der Fördermittelakquisition und fungiert als Schnittstelle zwischen Land und Region zur wirkungsvollen Interessenvertretung.
Der Landkreis Oder-Spree gab Einblicke in das Projekt „RegioStrat – OderlandSpree³“, dass dieser im Rahmen des Bundesprogramms für strategische Regionalentwicklung umsetzt. Ziel ist die Erarbeitung eines integrierten Entwicklungskonzepts, das zentrale Themen wie Mobilität, Fachkräftesicherung, Energieversorgung, Flächennutzung und interkommunale Zusammenarbeit adressiert.
Ebenfalls vorgestellt wurde das Projekt „Bildungskommune Landkreis Oder‑Spree“, das seit 2022 umgesetzt wird und die Weiterentwicklung eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements, die Etablierung vernetzter Bildungslandschaften sowie die Erarbeitung thematischer Schwerpunkte – aktuell zur Fachkräftesicherung – umfasst. Das Projekt trägt damit wesentlich zur Stärkung der Bildungs- und Fachkräftebasis in der Region bei.
Impulse aus der Wissenschaft setzte das Leibniz‑Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) mit einem Einblick in Potenziale und Grenzen der Agri‑Photovoltaik. Die Kombination aus Energiegewinnung und landwirtschaftlicher Nutzung gilt als wichtiger Baustein für eine flächenschonende Energiewende im ländlichen Raum.
Zudem stellten die Landkreise Oder-Spree und Märkisch-Oderland aktuelle Projekte vor – darunter etwa das Incubator Village Beeskow oder das Start‑up‑Zentrum HANGAR in Strausberg. Die Stadt Frankfurt (Oder) informierte über laufende Infrastrukturvorhaben, darunter die Herausforderungen im Zusammenhang mit Energieversorgung und der Planung von Umspannwerken. In diesem Zusammenhang wurde betont, dass u.a. eine gemeinsame regionale Abstimmung zu Energiebedarf, Netzkapazitäten und der Planung neuer Umspannwerke sinnvoll und notwendig ist, um effiziente Lösungen über kommunale Grenzen hinweg zu ermöglichen und zukünftige Standortentwicklungen bestmöglich zu unterstützen.
Abgerundet wurde das Treffen durch eine Unternehmensbesichtigung bei der WDM Bio Fertigprodukte GmbH, die Einblicke in regionale Wertschöpfung aus unternehmerischer Perspektive bot.
Fotos: Manuela Ewert (Wirtschaftsamt, Landkreis MOL), Steffen Hartlapp
Oderland Spree KONKRET
Eine nächste Gelegenheit für Vernetzung und fachlichen Austausch bietet das Format Oderland Spree KONKRET im Februar/März 2026. Diese Veranstaltung findet digital statt und rückt das Thema Städtebauliche Verträge in den Mittelpunkt.


















