Ein durch die Europäische Union kofinanziertes Projekt zur Stärkung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit und ökologischen Transformation.
Wie Unternehmen die Anforderungen des Europäischen Green Deals praktisch umsetzen können, stand im Mittelpunkt des Wirtschaftskongresses der deutsch‑polnischen Grenzregionen: Nachhaltigkeit und Zukunft am 28. April 2026 im Schloss Trebnitz. Rund um Themen wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeitsmanagement und Fördermöglichkeiten tauschten sich rund 120 Unternehmen, Institutionen sowie Expertinnen und Experten aus Deutschland und Polen aus.
Zu den Gästen gehörten u.a. Martin Kremer, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Breslau und Joanna Sterzyńska-Lindberg, Direktorin der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Breslau.
„Der Green Deal ist keine Zukunftsfrage mehr, sondern beeinflusst bereits heute Investitionen, Prozesse und Wettbewerbsfähigkeit“, so Dr. Knuth Thiel, Leiter Wirtschaftspolitik der IHK Ostbrandenburg. „Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ökologische Anforderungen mit begrenzten Ressourcen zu erfüllen – häufig unter unterschiedlichen rechtlichen und administrativen Bedingungen beiderseits der Oder.“
Im Fokus der Debatten und der Podiumsdiskussion zum europäischen Umweltmanagementsystem EMAS standen praxisnahe Lösungen. So stellten z.B. Vertreter der Prefere Resins Holding GmbH aus Erkner, die Moku lab Sp. z o.o. aus Stargard, CEMEX Zement GmbH aus Rüdersdorf, IMD Labor Oderland GmbH aus Frankfurt (Oder) und CBR (Forschungs- und Entwicklungszentren der Universität Zielona Góra) grenzüberschreitend ihre Nachhaltigkeitsprojekte vor. Insbesondere die praktischen Erfahrungen mit EMAS zeigten, wie die Unternehmen ihre Umweltleistungen strukturiert verbessern und transparent dokumentieren können – speziell für KMU ein wichtiger Ansatz zur systematischen Umsetzung von Nachhaltigkeit.
In Fachvorträgen informierten Expertinnen und Experten über aktuelle Anforderungen des Green Deals, mögliche Zukunftsszenarien sowie über die Bedeutung einer klaren Nachhaltigkeitskommunikation in Unternehmen.
„Die Debatten zeigten, an wie vielen Stellen Unternehmen schon erfolgreich nachhaltige Lösungen für ihre Prozesse gefunden haben – und auch, wie zentral die weitere Verflechtung der Wirtschaftsräume beiderseits der deutsch-polnischen Grenze für die Entwicklung unserer Regionen ist“, erklärt Agnieszka Martini, Leiterin des POLSMA-Projektes.
„Viele Herausforderungen ähneln sich, auch wenn die Rahmenbedingungen unterschiedlich sind. Deshalb ist es so wichtig, die Erfahrungen grenzüberschreitend zu teilen“, so Sandy Morgen, Geschäftsführerin der IHK-Projektgesellschaft als Vertreterin des GoGreen-Projektes.
Auszeichnung nachhaltig wirtschaftender Unternehmen
Ein Höhepunkt war die Auszeichnung nachhaltig wirtschaftender Unternehmen aus der deutsch‑polnischen Grenzregion. Diese Ehrung honoriert unternehmerische Verantwortung, Innovationsbereitschaft sowie Zukunftsorientierung und ging an:
- Globus Naturkost Eberswalde
- INCO Sp. z o.o. aus Gorzów Wielkopolski
- Arctic Paper Kostrzyn S.A.
- IMD Labor Oderland GmbH aus Frankfurt (Oder).
Organisiert wurde der Kongress über zwei EU-Projekte: POLSMA (Pomerania lives sustainable management aus dem Kooperationsprogramm Interreg VI A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polska) und GoGreen (Deutsch-Polnisches Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit aus dem Kooperationsprogramm Interreg VI A Brandenburg - Polska).
