Meinungsunterschiede respektvoll austragen, aber wie? – Einladung zum 2. Dialogforum der Doppelstädte am 28./29. Mai

Bürgerinnen und Bürger aus Frankfurt und Słubice sind eingeladen, sich am 28. und 29. Mai mit Menschen aus anderen europäischen Doppelstädten auszutauschen.

An diesem Dialogforum nehmen 40 Einwohnerinnen und Einwohner aus den Doppelstädten, Esztergom-Sturovo (Ungarn-Slowakei), Gorizia-Nova Gorica (Italien-Slowenien) und aus Frankfurt (Oder)-Słubice teil. 

Im Zentrum des Treffens steht die Frage, wie die Menschen in den europäischen Doppelstädten mit der derzeitigen Verhärtung von Weltanschauungen und Grenzproblematiken umgehen.

Zum zweiten Mal organisiert die Stadt Frankfurt (Oder) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Konfliktmanagement (IKM) der Europa-Universität Viadrina und der Gemeinde Słubice dieses Dialogforum der Doppelstädte.

„Diesmal geht es darum, wie wir als Bürgerinnen, Bürger und Gesellschaften miteinander über Themen sprechen, bei denen wir unterschiedlicher Meinung sind – und wie wir die Qualität solcher Dialoge verbessern können.“, sagt Paul Emtsev vom IKM. „Die derzeitige Dynamik der Verhärtung von Grenzen und Weltanschauungen ist in allen europäischen Gesellschaften zu spüren.“ Umso wichtiger sei es, darüber nachzudenken, wie man gemeinsam auf eine bessere Zukunft und eine konstruktivere Kommunikation hinarbeiten könne.

Am ersten Tag geht es um das Thema der nationalen Identität und ihrer Grenzen. „Wir möchten über den Wert von Traditionen in unseren Gesellschaften reden, über Einwanderung und unterschiedliche Familienmodelle. Wir laden die Teilnehmenden ein, über ihre Sichtweisen auf nationale Grenzen, die Hierarchie zwischen nationalen und europäischen Interessen, Nationalismus sowie Fragen zur nationalen, binationalen und europäischen Identität zu sprechen“, sagt Paul Emtsev.

Am zweiten Tag stehen die Zukunft Europas und der Krieg in der Ukraine im Fokus. Mögliche Diskussionsfragen könnten die Beziehung zwischen Freiheit und Frieden, Europas Verantwortung für Sicherheit und seine Rolle in bewaffneten Konflikten, Meinungsfreiheit, unsere Beziehung zu Russland und die europäische Integration sein.

Sören Bollmann, Leiter des Frankfurt-Słubicer Kooperationszentrums, sagt: „Bürgerinnen und Bürger von Doppelstädten haben besondere Erfahrungen damit, mit unterschiedlichen Perspektiven und Realitäten konfrontiert zu sein. Dieses Potenzial möchten wir nutzen und daraus auch Erkenntnisse für andere europäische Grenzregionen ableiten.“

Wer Interesse hat, sich in einem sicheren Dialograum respektvoll mit Menschen aus sechs Ländern auf Englisch zu unterschiedlichen Meinungen und Werten auseinandersetzen, kann sich – vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Plätze – noch bis zum 30. April anmelden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das Dialogforum wird von der Europäischen Union im Rahmen des Projekts „BorderLabs“ des Freistaates Sachsen aus dem Programm „Interreg Central Europe“ gefördert.

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Frankfurt-Słubicer Kooperationszentrum der Stadt Frankfurt (Oder)
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Stichwort: „Dialogforum“