Vorstandsmitglied Antoni Sołtys und Präsident Tomasz Pisarek von der Sonderwirtschaftszone Kostrzyn‑Słubice AG, Jerzy Korolewicz, Präsident der IHK Gorzów, sowie Dr. Knut Thiel, Leiter Wirtschaftspolitik der IHK Ostbrandenburg, bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Stellungnahme zur Modernisierung von Brücken (v.l.n.r.) © Jacek Jeremicz/IHK Ostbrandenburg

IHK Ostbrandenburg, IHK Gorzów und die Sonderwirtschaftszone Kostrzyn-Słubice AG unterzeichnen Stellungnahme zur Modernisierung von Straßenbrücken

Die IHK Ostbrandenburg, die Westliche IHK Gorzów sowie die Sonderwirtschaftszone Kostrzyn‑Słubice AG in Kostrzyn (Küstrin) fordern gemeinsam, den Bau neuer sowie die Modernisierung bestehender Grenzbrücken zwischen Deutschland und Polen zügig voranzubringen.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, unterzeichneten die drei Partner am 3. März 2026 in Kostrzyn (Küstrin) eine gemeinsame Stellungnahme.

Konkret äußern sie Sorge über erneute Verzögerungen beim Ersatzneubau der Grenzbrücke Küstrin‑Kietz/Kostrzyn nad Odrą. Dessen Fertigstellung war laut Regierungsabkommen von 2019 ursprünglich für Ende 2025 vorgesehen. Zugleich fordern sie vereinfachte Verwaltungsverfahren und eine regelmäßige Überprüfung bestehender zwischenstaatlicher Vereinbarungen, um Infrastrukturprojekte schneller umzusetzen.
 

„Brücken über die Oder sind Schlüsselachsen für den gemeinsamen Wirtschaftsraum Polen–Deutschland. Sie ermöglichen reibungslose Lieferketten, sichern Fachkräfte‑ und Pendlerverkehre, stärken Unternehmensansiedlungen und Investitionen und erhöhen die Resilienz der Region in Krisensituationen“, erklärt Dr. Knuth Thiel, Leiter Wirtschaftspolitik der IHK Ostbrandenburg. „Moderne, leistungsfähige Querungen sind damit nicht nur Verkehrsprojekte, sondern ein zentraler Standortfaktor für Wachstum, Beschäftigung und Zusammenarbeit auf beiden Seiten der Grenze.“


Zu den wichtigsten, grenzübergreifenden Brückenprojekten, auf deren Umsetzung die deutschen und polnischen Wirtschaftsvertreter drängen, gehören neben Kostrzyn/Oder auch:

  • Ausbau der Autobahngrenzbrücke Frankfurt (Oder)–Świecko (A12/A2) auf sechs Spuren
  • Neubau einer kombinierten Straßen- und Eisenbahnbrücke nördlich von Schwedt/Oder
  • Umbau der Grenzbrücke Ludwigsdorf–Jędrzychowice (A4/A4)
  • Bau einer neuen Grenzbrücke im Raum Frankfurt (Oder)/Słubice

Unterzeichner der Stellungnahme sind Tomasz Pisarek, Vorstandsvorsitzender/ Präsident der Sonderwirtschaftszone Kostrzyn‑Słubice AG, Antoni Sołtys, Vorstandsmitglied der Sonderwirtschaftszone Kostrzyn‑Słubice AG, Jerzy Korolewicz, Präsident der IHK Gorzów, sowie Dr. Knut Thiel für die IHK Ostbrandenburg.


Die IHK Ostbrandenburg ist die größte Interessenvertretung der Wirtschaft zwischen Schwedt und Eisenhüttenstadt, zwischen Berlin und der Oder.